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Bacteriographische Bilder von 2002 - 2005

Alle hier angeführten Werke werden als streng limitierter Pigment-Kunstdruck angeboten.

Galeriebild A015

Bild A015
Die Motive dieses Zeitabschnittes waren oft spontane Studienideen. Dazu gehört auch die sogenannte Invasionsstudie. Sie ist der Vorläufer der bacteriographischen Invasionstechnik, die als Vorgänger der bacteriographischen Aquarelltechnik anzusehen ist.
Auf einem rotvioletten strukturierten Hintergrund sind gelbe Linien, ein rotviolettes und ein blaugrünes Quadrat zu sehen. Als erstes wurden die gelben Linien gemalt, danach die beiden Quadrate, die restliche Fläche blieb unbemalt. Eine spezielle Appretur ermöglichte dem rotvioletten Bakterium eine rasche Ausbreitung, die von den Linien des rotvioletten Quadrates ausgehend ihren Anfang nahm. In der Zwischenzeit bildeten die Bakterien der gelben Linien, die generell unbeweglich sind, eine wahre Festung aus. Die gelbe Festung konnte nicht erobert werden, sie wurde jedoch ganz exakt umschlossen.

Galeriebild A011

Bild „Flammendes Inferno“ (A011)
Den schauspielerischen Talenten auf der Spur
Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass eines meiner „Ensemblemitglieder“ weiß, wie Feuer aussieht! Die „Bühne“ gibt das Flammenmotiv jedenfalls nicht vor. Gemalt wurden vier Linien, die restliche Fläche blieb unbemalt. Auf den äußersten Rand des Malpapieres wurde der rotviolette „Eroberer“ 1mm breit aufgetragen. Die „Bühne“ steuerte nun die Laufgeschwindigkeit des sehr mächtigen „Eroberers“ so, dass die gemalten Linien Zeit für ihre Entfaltung hatten. Wenn der „Eroberer“ dicht an die Linien herangerückt ist, gibt es für die Umzingelten keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr.
Genau dieser Tatsache verdanken wir die Existenz der Flamme. Die Fähigkeit zur Flammenbildung, die mehr als beachtlich ist, reicht allein nicht aus. Als Regelmechanismus dient das rechtzeitige Eintreffen des rotvioletten Eroberers, der verhindert, dass die Flammenstruktur in eine einheitlich gelbe Fläche übergehen kann. Außerdem dient seine kräftige Farbe als Kontrast. Ist der Eroberer zu schnell, hat die Flamme keine Zeit sich ausreichend zu entwickeln. Ist er zu langsam, verkommt die Flammenstruktur zu einer amorphen gelben Fläche… Timing ist eben alles!
Übrigens: der lodernde Flammenbildner ist ein Wasserbakterium!

Falco

Falco

Falco (Johann „Hans“ Hölzel, 19.02.1957 – 06.02.1998) war die erste prominente Person, die als bacteriographisches Gemälde in die Kunst Einzug erhalten hat (2004).
Die Inszenierung von „Falco“ war keine leichte Aufgabe. Wir erinnern uns: bacteriographisches Malen kann als Allegorie auf das Schauspiel gedeutet werden.  Es kommt nicht alleine auf die bacteriographische  Bühne an, auch die richtige Besetzung sorgt dafür, dass die Premiere nicht gleich zur Dernière wird. Die Augenpartie von Falco, das Kernstück der Aufführung, wurde von meinem Ensemble kreiert. Meine Vorgaben als Maler waren eher minimal. Die zarten hauchartigen Strukturen, aufgelockert mit feinstem bacteriographischen Pointillismus verleihen dem „Bacterio-Falco“ ein einzigartiges Charisma.

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